Bier brauen

Aus Bier-Wiki - Das Wiki rund um Bier
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sprachen:
Deutsch • ‎English • ‎español • ‎suomi • ‎français • ‎italiano

Bier brauen ist ein aufwändiger Prozess um aus den Grundsubstanzen mit der richtigen Mischung Bier zu erstellen.

Der Brauprozess[Bearbeiten]

Der Brauprozess gliedert sich in verschiedene Abschnitte.

Maischen in der Maischepfanne[Bearbeiten]

Zunächst wird Malz in einer Schrotmühle gemahlen, um die Schale aufzubrechen. Anschließend wird das aufgebrochene Malzschrot mit Wasser in der Maischepfanne vermischt. Die Mischung wird Maische genannt. In der Braurezeptur der jeweiligen Brauerei und des Bieres, welches gebraut werden soll, sind exakte Temperaturstufen festgelegt. Während der verschiedenen Temperaturstufen werden auf natürliche Weise durch die vorhandenen Enzyme des Korns Zucker- und Eiweißbausteine gebildet.

Läutern im Läuterbottich[Bearbeiten]

Im Läuterbottich wird die flüssige Würze von den unlöslichen Malzbestandteilen getrennt. Die Würze wird in die Würzepfanne geleitet. Die unlöslichen Malzbestandteile nennt man Treber. Dieser wird als hochwertiges Viehfutter für Kühe, Schweinen, etc. verwendet.

Kochen in der Würzepfanne[Bearbeiten]

Die Würze wird bei richtig eingestellter Stammwürze (Stärke des Bieres) eingekocht. Durch den Kochprozess fällt Eiweiß aus und unerwünschte Aromastoffe werden ausgedampft. Im Kochprozess wird dann auch der Hopfen zugegeben. Die Würze erhält eine besonders dosierte Bittere und feines Hopfenaroma.

Gärung im Gärbottich[Bearbeiten]

Bevor die Hopfen-Würze-Mischung im Gärbottich landet, wird der sog. Heißtrub, eine Mischung aus überschüssigem Eiweiß, Hopfenresten und Gerbstoffen, im Whirlpool abgesondert. Anschließend wir die heiße Würze auf die gewünschte Temperatur abgekühlt und auf Gärtemperatur gebracht. Im Gärbottich wird schließlich die Hefe zugegeben. Diese vergärt den Malzzucker zu Alkohol und Kohlensäure. Die eingestellte Gärtemperatur und Gärdauer beeinflusst maßgeblich die Aromenbildung. Je nach Hefetyp beträgt die Gärdauer in der Regel 3-10 Tage.

Reifung im Lagertank[Bearbeiten]

Nach der Gärung wird die Mischung in die Lagertanks gepumpt. Je nach Biertyp gibt es eine typische Lagerdauer zwischen 4-12 Wochen. Das Bier wird um den Gefrierpunkt gehalten, wodurch die Reifung optimiert wird und das Bier die typischen Aromen entfalten kann. Neben wichtiger Aromastoffen wird auch die Kohlensäure auf natürliche Weise gebildet. Besonders an dieser Stelle spricht man davon, dass Zeit der "fünfte Rohstoff" ist.

Abfüllung[Bearbeiten]

Nach der Lagerung wird das fertige Bier durch einen Bierfilter geleitet. Hier werden restliche Hefezellen und Trübstoffe aus dem Bier entfernt. Auch dadurch können verschiedene Geschmäcker eingestellt werden. Filtrierte Biere wie Pils, Helles, Kristallweizen haben eine feine Optik und sind stärker filtriert. Der Geschmack wird auch als "schlank" bezeichnet. Unfiltrierte Biere enthalten wertvolle Stoffe (Vitamine, Mineralien, etc.) und sind im Geschmack eher "vollmundig". Das filtrierte Bier wird vor der Abfüllung in einem Drucktank zwischengelagert und anschließend in Bierfässer, Dosen oder Flaschen abgefüllt.